Der Baum (11.02.05)

Ein Baum, der wenig wächst und schwach gedeiht.
Er welkt und ist nicht dem kleinsten Sturm geweiht.
Die Äste verbiegen sich im Wind.
Da steht ein kleines Etwas, das sieht jedes Kind.

Es winden sich die Äste mickrig dahin.
Wie sieht das aus, wo ist da der Sinn.
Der Baum, er wirkt nur schwach und klein.
Da steht er nun verlassen, allein.

Doch auch ein solcher Baum vollbringt gar wunderbare Sachen.
Ihr werdet es sehn und auch nicht mehr drüber lachen.
Im Sommer spendet er euch Schatten.
Im Herbst bedeckt er den Boden, wie mit Matten.

Die Wurzeln machten ihn stets stark.
Machten ihn ganz besonders und deshalb autark.

Die Zeit verging, doch der Baum, der blieb.
Steckte ein, manch starken Hieb.
Er wurde auch nur selten gepflegt.
Nur manchmal, sich jemand in seinen Schatten legt.

Die Rinde schirmte das Innere ab.
Etwas, das er nie von sich preisgab.
Tief in ihm drin ein Gefühl noch steckt.
Leider wurde es nie geweckt.

Wie der arme Baum die Zeit übersteht?
Wo doch immer ein raues Lüftchen weht.
Er zeigt uns stets seine guten Seiten.
In guten und in schlechten Zeiten.

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