Fotomontage (11.07.05)

Wie Puzzleteile hin und her
schiebt er die Fotos liebevoll.
Das Holz, es kratzt und splittert sehr.
Eine Symphonie erklingt in Moll.

Das eine passt, ein anderes fehlt,
noch ein heilloses Durcheinander.
Wo ihn doch das eine Bildchen quält,
so blickt sie doch wie weißer Oleander.

Nach und nach ein Bild entsteht,
wovon er hat nur träumen können.
Eine Kunst, die wohl nur er versteht.
Die Mischung ein Freund wird wohl benennen.

Gar schiebt er reg so kreuz und quer,
Gedanken sind an einem anderen Ort.
So merkt er doch, es fällt noch schwer.
Einen Zettel er schreibt – nur ein Wort.

Er tritt zurück und blickt auf das,
was er mit bloßen Händen hat geschaffen.
Die Mitte wirkt noch ein wenig blass.
Wirft die Notiz zwischen Bilder, die auseinanderklaffen.

So dreht er sich um, mit einem letzten Blick.
Verschließt dies Zimmer und kehrt nie wieder an diesen Ort zurück.