Krieg (27.01.05)

Ein Strom, der nur noch blutwärts fließt,
Ein Mann, der nur noch Tränen gießt.
Ein Held, der längst gefallen ist.
Ein Mensch, den man so leicht vergisst.

Die Kugel, die ihr Ziel noch traf,
zerteilte Leben und tötete brav.
Der Schuss, der auch die Freunde legte,
Und all die Friedenshoffnung wegfegte.

Der Kampf, der seinesgleichen sucht.
Ein Spiel, das stets grausam verflucht.
Die Politik, das Schach der Bosse.
Kampfmaschinen – Kriegskollosse.

Der eine fällt, der andere geht.
Was stört es uns, es ist doch spät.
Das Gräuel wird verdeckt vom Dunkeln.
Selbst hilft nicht mehr ein Sternenfunkeln.

Der Große weint, der Starke trauert.
Der Rückweg so und so vermauert.
Ein Kampf, den man so leicht verliert.
Kein Mensch sich mehr davor geniert.

Ein Spiel, gespielt und ohne Regeln.
Ein Kampf, der gleicht dem klassischem Kegeln.
Ein Streit und auch noch ohne Sieg.
Das ist es, das nennt ihr Krieg.

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