Der Traum (03.08.05)

Mit dem Schließen der Augen beginnt,
was nicht mehr so schnell aus seinem Gedächtnis entrinnt.

Gedanken und auch wunderbare träumerische Ideen
möchte er genau in diesem einen Moment sehen.

So baut er sich auf eine ganz eigene Welt,
die so unabhängig ist, auch vom Geld.

Es schwimmen Gesichter und verückte Sachen an ihm vorbei,
keine einzelne Hoffnung bricht dabei entzwei.

Er greift nach dem, was unereichbar scheint,
so ist es schon im nächsten Moment mit ihm vereint.

Ein jünges Mädchen lächelt ihn aus der Ferne an,
er stellt sich vor, was er mit ihr wohl unternehmen kann.

Die Vorstellung vom eigenen Haus und dem Glück zu zweit,
scheint für ihn nun garnicht mehr so weit.

Ein Beruf, der nebenbei auch Spaß ihm bringt
nun nichtmehr weit draußen in der Ferne blinkt.

Er malt sich aus, eine ihm vertraute Welt,
vielleicht hat ihm genau das in seinem Leben noch gefehlt.

Gerade erwacht mit einem Ruck und einem Schrecken,
denn so Vieles will er in dieser träumerischen Welt noch entdecken.

  • Twitter

Als ihm ein Engel erschien (20.07.05)

Mit funkelnden Augen schaut er in den Himmel.
Und sucht sich einen hellen Fleck.
Und er findet in diesem Sternengewimmel
eine Kerze mitten in dem Gesteck.

Mit einem Zwinkern erwacht dieser Punkt zum Leben,
Bewegt sich auf ihn zu und versucht zu blenden.
Doch er hält die Augen auf, und sieht etwas Schweben,
Eine Gestalt mit weißen Flügeln an den Lenden.

Sie zwinkert ihm verschmitzt zurück.
Er wischt sich ab den Schweiß mit einer Hand.
Völlig betäubt noch von seinem Glück.
Lehnt entspannt mit dem Rücken an einer Wand.

So träumt er wieder von entfernten Welten,
von gutem Wetter und besseren Zeiten.
Trotzdem dort auch die selben Regeln gelten.
So genießt er eben auch die Kostbarkeiten.

All dies geschah als ihm ein Engel erschien.

  • Twitter

Fotomontage (11.07.05)

Wie Puzzleteile hin und her
schiebt er die Fotos liebevoll.
Das Holz, es kratzt und splittert sehr.
Eine Symphonie erklingt in Moll.

Das eine passt, ein anderes fehlt,
noch ein heilloses Durcheinander.
Wo ihn doch das eine Bildchen quält,
so blickt sie doch wie weißer Oleander.

Nach und nach ein Bild entsteht,
wovon er hat nur träumen können.
Eine Kunst, die wohl nur er versteht.
Die Mischung ein Freund wird wohl benennen.

Gar schiebt er reg so kreuz und quer,
Gedanken sind an einem anderen Ort.
So merkt er doch, es fällt noch schwer.
Einen Zettel er schreibt – nur ein Wort.

Er tritt zurück und blickt auf das,
was er mit bloßen Händen hat geschaffen.
Die Mitte wirkt noch ein wenig blass.
Wirft die Notiz zwischen Bilder, die auseinanderklaffen.

So dreht er sich um, mit einem letzten Blick.
Verschließt dies Zimmer und kehrt nie wieder an diesen Ort zurück.

  • Twitter

In Gedanken (08.07.05)

Nach außen ist er immer der starke Mann.
Vollbringt Großes und zeigt immer auf das, was er kann.
Ist auf sich und seine Arbeit unheimlich stolz.
So scheint es aber für andere manchmal nicht mehr wert als Holz.
Es sollte keiner merken, dass er fast normal war.

Die Gedanken kreisten oft um junge Frauen.
Dachte insgeheim an ihre süßen Augenbrauen.
Besonders von der einen, die er so ins Herz geschlossen.
Blickt nun herdrein – total verdrossen.
Ein jeder Schicksalsschlag traf ihn hart.

So sitzt er da in manch einsamer Stund.
Und erinnert sich gern, was damals so gesund
und ihm so gut getan hat.
Nur findest das heute nicht mehr statt.
Einsam und immer in der Hoffnung nach mehr.

Er tat oft so, als sei dann nichts gewesen.
In Wahrheit hat er nichteinmal geschafft dies Buch zu lesen.
Durch sein Herz hat er gelebt.
Seinen Zukunftfaden hat er sich selber gewebt.
Doch war er eben in diesem Augenblick nicht sonderbar stolz auf sich.

Jeden Abend verbringt er allein in seinem Bett.
Die Decke überm Kopf, dass ist zum Nachdenken ganz nett.
Denkt an ihre Schulter und sehnt sich nach mehr.
Doch leider sind Träume nur von ungefähr.
Hätte er doch einen Wunsch frei. Er würde ihn sicher brauchen.

Auch der Gedanke nach Ruhe und Vollkommenheit.
Weicht dem Gefühl von Traurigkeit.
Glück und Erfolg vollkommen neu definiert.
Wo waren die Zeiten, da er noch brilliert.
Wo war sie hin, die schöne Zeit?

  • Twitter

Schief gelaufen (07.05.05)

Nicht, wie in seiner eigenen Haut zu sein.
Und ab diesem Tag nun auch nicht mehr allein.
So strebte man nach dem, was man nie erreichen konnte.
Hingegen sich der allerbeste Freund im Süden sonnte.

Alles aufzugeben was man hatte,
alles neu zu beginnen, das wollte er schwören.
Er bekam nur noch n Korb oder doch ne Platte.
Genau das, wollte er dann aber garnicht hören.

In einer Welt, wo Tränen Meere füllten,
Wo Gefühle ganze Gedichte schrieben.
In einer Zeit, wo er das Leben zu begreifen begann,
stellte er die Fragen: Warum? und Wann?

Es wuchs die Hoffnung, die sich allzu schnell zerstörte.
Nie wieder ein Liebesgedicht zu schreiben, er sich schwörte.
Er begriff nie ganz, warum sie ihn nicht akzeptierte, wie er war.
Am Ende vielleicht doch nur Einer aus einer großen Schar?

Nach einer Woche der Trauer, die Aufräumarbeiten begannen.
Obgleich ihm schwere, dicke Tränen über die Wangen rannen.
In Trauer ließ er nicht ganz von seinen Gedanken.
Wies sie ihn ein erneutes Mal in seine Schranken.

Auch dieses Mal warf es ihn erneut aus seiner Bahn.
Er ließ aber wieder nicht von seinem Wahn.
Sie wollte oder konnte nicht verstehen.
Er wollte für die ganze Zeit nur zu ihr stehen.

  • Twitter

Die schöne Zeit ist vorbei (21.04.05)

Allein und verlassen sitzt er da am Straßenrand.
Der Kopf liegt quer über dem Arm und der Hand.
Große schwere Tränen rinnen ihm übers Kinn.
Die letzten Worte von ihr unter Garantie kein großer Gewinn.

Sie war nervlich und gedanklich vielleicht auch nicht ganz im Reinen.
Fühlte sich gefangen zwischen großen und den kleinen Leinen.
Woran lag es, dass sie sich nicht traute?
War er es selber, der das schöne große Leben verbaute.

Eine neue Zeit und schwere Stunden haben ihm viele prophezeit.
Nützt ihm nichts – er plädierte auf ein Leben zu zweit.
Stattdessen lebt er nun mit einem Schatten von seinem eigenem Ich.
Ständig fragt er sich: „Warum mag sie mich denn nich?“

So steht er nach ein paar Wochen wieder alleine in der weiten Welt.
Ein schwerer Stein, der auch nicht mehr von seinem Herzen fällt.
Er ist enttäuscht von sich und der Welt.
Liegt es an ihm, dass er keinem gefällt?

Genau in diesem Moment rafft er sich auf und nimmt das Leben in die Hand.
Geht wieder raus in die Welt und besucht manch wunderschönen Strand.
Er genießt die Sonnenstrahlen auf seiner noch zerknitterten Haut.
Es gibt ihm Kraft, ein Kraft, die ihn aufbaut.

Nicht alles an dieser traurigen Liebe war aber schlecht.
Nur die Welt war am Ende nicht ganz gerecht.
So weiß er nun, manchmal kann man es eben doch wagen.
Bloß weiß er nun nicht, kann ich je wieder eine Frau danach fragen?

Nach einer durchgemachten Nacht und dem 4. Bier
merkt er, das ist nicht das wahre Leben hier.
So nimmt er das Leben in die Hand und beginnt zu verstehen.
In Zukunft soll nun ein ganz anderer Wind hier wehen.

Nach ein paar Wochen geht es ihm schon fast wieder gut.
Dank seinen Freunden schöpfte er neuen Mut.
Sie halfen ihm schon aus manch schwerer Zeit.
Sie stehen auch schon für das nächste Problem bereit.

  • Twitter

Schenk mir einen Tanz (02.04.05)

Ein leises Geräusch kommt da von den Boxen her.
Meine Beine fliegen über den Boden – gar nicht schwer.
Ich bitte dich – Komm, schenk mir einen Tanz.
Du lehnst nicht ab, glauben tue ich es noch nicht ganz.

Der Anfang ist doch ein wenig behände.
Ein bisschen plump, wie ich dich wende.
Doch du bleibst geduldig und sagst kein Wort.
Genau aus dem Grund will ich hier nicht fort.

Doch schon nach den ersten 5 Schritten, da wird es besser.
So tanzen, kann sonst nur der Regen auf dem Gewässer.
Wir fliegen förmlich hin und her.
So zu tanzen, dass ist ganz schön schwer.

Der erste Song geht gerade zu Ende.
Ich blick‘ auf dein Gesicht und deine verschwitzten Hände.
Eine kurze Pause – ich sehe du willst nochmal.
Den Gefallen will ich dir erfüllen – ganz ohne Qual.

Und schon wirds feurig – wir umarmen uns nicht nur ganz.
Das wird perfekt, wie ein Spiel statt nur ein Tanz.
Es ist förmlich wie ein Tanz auf einem Vulkan.
In dein Ohr flüster‘ ich dir meinen Plan.

Du siehst mich an, ich blickst zurück.
In deinen Augen spiegelt sich mein Glück.
Und schon wieder erklingt ein neuer Song.
Für die nächste Runde erklingt ein neuer Gong.

Schon 2 Stunden haben wir nun Spaß.
Ich ließ mich fallen und liege wie auf Gras.
Du hieltest mich fest zwischen deinen Fingern.
Gabst mir die Ruhe, nahmst mir das Schlingern.

Doch wie auch bei jedem Abend muss es ein Ende geben.
Wir beide werden von nun an weiter zusammen leben.
Ausgehend von einem Tanz entwickelt sich für uns eine ganz neue Zeit.
Wir beide sind von nun an für immer zu zweit.

  • Twitter

Ungeteilte Sehnsucht (23.03.05)

Er freute sich schon auf das nächste Mal.
Man nannte ihn den Chef vom Abwasserkanal.
Seine Freude war ach riesengroß.
Was war nur mit seinen Gefühlen los?

So stieg er früh ab in den Kanal.
Für ihn aber nicht der Hauch einer Qual.
Er dachte an ein Fräulein, so schön wie eine Orchidee.
Traf sie damals, aufgehalten von einer Schneewehe.

Man traf sich öfters im Cafe.
Trank abends den ein oder anderen Chantre’.
Er schätzte sie und begann zu verstehen.
Den neuen Weg würden sie gemeinsam gehen.

Der Frühling ging, der Sommer kam.
Der neu gewonnenen Freundschaft jeglichen Schwung wegnahm.
Ein armer Kerl nun wieder allein.
Verbrachte manch trostlosen Abend daheim.

Doch weder Hass noch Traurigkeit überwog.
Ein Gefühl, als ob er wie auf einer Wolke flog.
Jeder Gedanke galt nur ihr.
Er fand es schade, sie war nicht hier.

Der Alltag griff zu, die Arbeit musste beginnen.
Schien er nur vor sich her zu spinnen?
So glaubte er trotzdem fest an sein Glück.
Warf ihn sein Leben noch so weit zurück.

Er traf sie wieder – 6 Jahre sind vergangen.
Ein Leben – schwer – zwischen Hoffen und Bangen.
Sie lief an ihm vorbei ohne einen lieben Blick.
Er jedoch drehte sich um – blickte zurück.

Wieder schwelgte er in Erinnerung.
Dachte zurück an den morgendlichen Schwung.
Auch hatte er bisher keine neue Frau.
Denn er wollte nur sie, dass wusste er genau.

Doch es kam kein Brief und auch keine Nachricht.
Keine liebe Botschaft war in Sicht.
So stieg er wieder in seinen Kanal hinein.
Dort war er nun mit seinen Gefühlen allein.

  • Twitter

Liebesgedicht (10.03.05)

Jede Sekunde ein pures Erlebnis.
Jede Minute, die ich dich vermiss‘.
Jede Stunde ist wie ein ganzer Tag.
Ein Tag, der niemals zu Ende gehen mag.

Es reicht schon ein Gedanke an dich.
Und schon verwandel ich mich.
Du gibts mir mehr als nur Motivation.
So gut, fühl ich mich dann schon.

Die Freude auf eine kleine Nachricht.
Bringt mir Leben, erfüllt von Licht.
Der Moment, an dem ich dich wiedersehe.
Und wie ein kleiner Prinz dann vor dir stehe.

Deine Augen, sie geben mir Kraft.
So das man Alles, was man sich vornimmt schafft.
Dein Lächeln versetzt mich in eine andere Welt.
So schön, ich hoffe, dass es ewig hält.

Ich sehe nur Sonne und ich sehe kein Eis.
Bei nur einem Gedanken an dich wird mir heiß.
Ich wünsch mich immer zu dir hin.
Immer hoff ich, dass ich dich für mich gewinn‘.

Mit dir zusammen geh ich durch dick und dünn.
So findet das Leben endlich wieder einen Sinn.
Und bist du einmal gar nicht gut drauf,
bau ich dich mit guter Laune wieder auf.

Und gehst auch einmal verschwunden, so werde ich dich suchen.
Ganz egal, wie viele Menschen mich dafür verfluchen.
Ich werde für Immer und Ewig zu dir stehen.
Und niemals wieder von dir gehen.

  • Twitter

Die Wolke (09.03.05)

Das Gewitter ist vorbei.
Eine Lücke im Himmel wird frei.
Die gigantische Wolkendecke reißt auf.
Gebannt schau ich zu diesem Spektakel hinauf.

So wie die Wolken, hat es auch uns zerrissen.
Aber warum geht es nur mir so beschissen.
Ich könnte den ganzen Tag alleine zu Hause hocken.
Hab ihn noch zu verdauen, den großen Brocken.

Die Wolke wird kleiner und zieht davon.
Das ganze Leben bringt mich um meinen Lohn.
Auch ich möchte mich jetzt einfach so verdrücken.
Aber im Moment will einfach gar nichts mehr glücken.

Bis zum Horizont seh ich kein Weiß.
Nun gut – Auch dieser Streit hatte seinen Preis.
Ich sehe zu, dass ich aus meinen Fehlern lern‘.
Trotzdem hab ich dich noch immer gern.

  • Twitter