Gedankenpuzzle (14.10.06)

Wie ein Puzzle fügte sich in letzter Zeit
ein Gedankenspiel nicht ganz befreit,
kaum ein Gedanke den ich dir nicht schenkte.
Dein Auge mich in deine Richtung lenkte.

Wurde es um mich Nacht, gabst du mir Licht.
So blickte ich im Dunkeln oft in dein Gesicht,
freute mich an deinem stets freundlichen Blick.
So sprudelte in mir ein Brunnen voller Glück.

Stück für Stück fügt sich in einander,
was früher am Strauch vom weißen Oleander
nur Knospen oder Blüten waren.
Denn in mir versuch’ ich ein Gefühl zu bewahren.

Ein Gefühl voller Hoffnung und voller Risiko,
denn vielleicht verschwinde ich im Nirgendwo,
wenn ich dir sage, woran ich denke.
Nicht, dass ich eine gute Freundschaft hier verrenke.

Suchst du in meinem Herzen nach einem Platz, so wirst du ihn finden.
Denn uns wird immer mehr als nur eine Freundschaft verbinden.
Und segelt auch dein Schiffchen in einem Sturm aufs Meer
so schipper‘ ich dir auf meiner kleinen Jolle hinterher.

Wellen können auch zum Träumen sein, hast du mir beigebracht.
Denn so haben wir in Zeiten schon geweint und auch gelacht.
Auch ein Delfin ist im weiten Wasser nicht gerne allein.
Und gibt Einem zu verstehen – Ich will nicht einsam sein.

Ein kleines Teilchen in der Mitte sucht nicht weit fort
nach seinem Platz, drum stubs‘ ich es dort
mit meinen Fingerspitzen in Richtung Lücke.
Doch noch liegt es obenauf – wie eine Brücke.

Fertig liegt vor mir eine Sache, die uns beide verbände.
So lege ich mit großer Vorsicht dieses Puzzle in deine beiden Hände.
Pass gut darauf auf und rahme es für uns ein.
Hältst du dich daran, so werd ich für immer bei dir sein.

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Lovesong (28.09.06)

An einem sonnigen Tag, sich die Studiotür hinter mir schloss.
Ich sang für dich von einem tiefschwarzen Ross.
So klang es eigentlich schon notgedrungen.
Ich wollte einen Lovesong schreiben – es ist mir nicht gelungen.

Einen wunderschönen Sandstrand in weiß zauberte ich für dich herbei.
Wir brachen zusammen den Glückskeks in der Mitte entzwei.
Du hast mich förmlich dazu gezwungen,
denn ich wollte einen Lovesong schreiben – es ist mir nicht gelungen.

Auf einer Bank im grünsten Park lagen wir beisammen.
und blickten in den Himmel, wie die Sterne vergangen.
Und wir lagen noch Stunden da – eng umschlungen,
so wollt ich einen Lovesong schreiben – es ist mir nicht gelungen.

So lief ich die längsten Alleen entlang, mit dir Hand in Hand,
entführte dich Tags darauf in das nobelste Restaurant.
So kniete ich dann vor dir und habe für dich gesungen,
diesen Lovesong wollte ich dir schreiben – es ist mir nicht gelungen.

Und immernoch blick ich auf die Notenständer und das Blatt Papier.
Denn dieser Song ist fertig. Schade ist, dass ich nicht kapier‘.
Denn der Titel läuft das zehnte Mal, ist fast verklungen.
Ich wollte einen Lovesong schreiben – und es ist mir fast gelungen.

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Verlorener Ruf (24.09.06)

Um uns herum ein Ensemble aus Menschen.
Ein jeder tanzt seinen eigenen Takt.
Fast völlige Einsamkeit wollt‘ ich mir wünschen.
Vermissen würd ich das Wort, welches sie mir sagt.

Die Welt um sie verschwimmt zu einem Meer
aus Farben – ihre Augen stechen blau hervor.
Dieser Blick fasziniert mich doch zu sehr,
dass ich sie in dem Gedränge verlor.

Ich wollte sie noch rufen, wollte nach ihr schreien.
Sie war zu schnell und meine Stimme zu leise.
So erstarb mein klägliches Rufen – sie nun unter Freien.
So suchte ich nach ihr – eine sehr einsame Reise.

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Bei Ihr Sein (01.06.06)

Sie lenkt jede meiner Bewegungen.
Jedes Lächeln, jeder Atemzug eine Folge ihres Handelns.
Sanft umfasst sie mein Hemd und zieht mich näher.
Mit einem liebevollen Kuss verrät sie ihre Zuneigung.
Nach dem Herumtollen auf einer großen Sommerwiese
liegen wir im Gras dicht beieinander.
Ich spüre ihre Nähe, ihre Wärme.
Es ist schön, einfach bei ihr zu sein.

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Der Kuss (23.04.06)

An einem Ort, wo Gefühle aus grüner Erde entstehen,
erblicke ich ein freundlich schauendes Mädchen.
Ihre Wimpern werfen Schatten auf ihre rosa Wangen.
Das orange Rot der Sonne umspielt ihre zarte Haut.
Jeder Augenschlag wirkt wohl überlegt.
Von den tanzenden Schatten auf ihrem Gesicht ermutigt
greife ich nach ihren vollen, schönen Fingern.
Ganz langsame schließt sich meine Hand um die ihre.
Ein Gefühl von mich umspielenden Rosenblättern umgibt meinen Körper.
Ich beginne zu Lächeln und fühle mich geborgen.
Mit einem weiter Schritt stehe ich nun genau vor ihr.
Leicht spielt der Wind mit einzelnen glatten Haaren
und kitzelt damit meine Nasenspitze.
Anmutig schließt sie ihre Augen.
Sanft fährt mein Zeigefinger über ihre süßen rötlichen Lippen.
Ein warmes Gefühl durchströmt jede einzelne Ader in mir.
Sie öffnet ihre Augen und blickt mich entschlossen an.
Langsam treffen sich unsere Lippen in einem gefühlsdurchströmten Kuss.

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Lebenszug (09.04.06)

Langsam ruckend fährt er an
mein Zug – ähnlich einer Eisenbahn
Verlässt den Bahnhof alter Erinnerungen,
die einst vertrauten Gesichtern wurden entnommen.

Nebenan, immernoch des selben Abteils
durchbohrt mich mit dem Blick
ein vertrautes liebes Gesicht,
erkennt nur meine Absicht nicht.

Erfreuend an den fragenden Augenblicken
ließ ich mir ein Lächeln entlocken.
Bekam entgegnet von dem sanften Gemüt
das Zwinkern ihres Augenlids.

Man setzte fort die so wundervolle Reise.
Verblieb dennoch stumm, ruhig und leise.
Wollte man sich an die vertraute Schulter lehnen
und sich nach gemeinsamer körperlicher Wärme sehnen.

Der Clou war nun, der Zug hielt nie.
Zwei, die sich liebten, nicht fragend wie,
nutzten stets ihre Möglichkeiten
und halfen einander in schwierigsten Zeiten.

So wie sie dort saßen, wird niemand sie trennen
und wohl auch nie ihre innere Ruhe erkennen.

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Sternenschimmer (19.03.06)

Stand er einst am Rande einer Schlucht,
ganz tief in mitten einer finsteren Nacht.
Vom Augenwinkel rann nur eine Träne.
Wann hat er wohl das letzte Mal gelacht.

Ein Schweif, hinten am Horizont
brachte ihn hinfort vom düsteren Abgrund.
Welch ein faszinierend kleines Licht
zauberte Lächeln zurück auf seinen Mund.

So lebte er weiter, einen doch steinigen Weg,
blickte in viele Seen mit seinem Gesicht.
Und wann immer dieser Anblick ihm die Freude nahm
dachte er zurück an dieses seltsam anmutende Licht.

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An Dich Gedacht (19.01.06)

Stunden sitz ich vor einem leeren Blatt Papier
und blicke hindurch, sehe dich nicht.
Mich fröstelts, grad als ob ich frier.
Im Kopf – noch immer dein Gesicht.

Ich träum von dir und das nicht nur in einer Nacht.
Kaum vergeht eine Stunde, ohne ein Gedanke an dich.
Immer denk ich dran „Was sie wohl gerade macht“.
Der Traum mit dir – ich freue mich.

Ein Traum gemalt vom Pinsel meines Lebens.

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Schiffbruch (04.01.06)

Ein Kind das war den Göttern gleich,
mit weißen Flügeln zu den Ohren.
Es blickte in ein fremdes Reich,
Hoch oben noch, von seinen Toren.

Er sah ein Knäblein stranden
mit seinem kleinen Kahn.
Er sah es etwas härter landen,
so ihm fehlte nur ein Zahn.

Der Aufprall hart, die Landung schwer
der Rumpf war nun gebrochen.
Sein Vorratslager schwamm im Meer.
Was hat er denn verbrochen?

Sein Schmuck fiel eben in die Tiefe,
dann sank er auf den Grund.
Verloren auch die schönen Briefe
in dieser schweren Stund‘.

Die Kleider wurden nass und schwer
und zogen ihn zu Boden.
Doch dieses Knäblein wollte mehr.
Gefragt waren des Kindes Methoden.

Gestützt auf warmen Sonnenstrahlen
warf er ab die Kleider.
Zu spät kam er aus den Sandalen
Es war zu Ende – leider.

Der Engel flog zur Erde hinab.
Und küsste sanft den Knaben.
Schaute nun auf tränende Augen,
unter ihm, in einem Graben.

Später stand ein Knab am leeren Strand
Ein Amulett um seinen Hals,
Eine kleine Uhr in seiner Hand.
Weggeben würde er sie niemals.

Mit feuchtem Blick aufs Meer
fuhr er sich durchs Gesicht.
Sein Blick nun nicht mehr leer,
nur den Engel sah er nicht.

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Einsames Rendevouz (21.11.05)

Ein gedeckter Tisch, von Rosenblättern verziert,
der Schatten des Glases verziert den schönsten aller Stoffe,
Nur ein Blick, der sich wie im Nichts verliert.

Eine romantische Melodie verliert sich im Raum.
Unzählige Köstlichkeiten warten auf liebevolle Münder.
Immer noch lebt er in seinem eigenen Traum.

Vergeblich erwartend wächst in ihm ein Verdacht,
dass auch dieser Abend ihn in Einsamkeit verschlingt.
Bereits ein ganzes Jahr, ein Monat und eine Nacht.

So schenkt er sich ein, den reinsten Wein.
Trinkt einen Schluck und verfällt seinen Gedanken,
allein gelassen mit seiner Pein.

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