Letzter Zug: Richtung Unbekannt (09.08.07)

Mein Kopf lehnt an der dunklen kalten Scheibe,
voll mit noch ungeordneten Gedanken an dich.
Auf dem Weg zu meiner neuen Bleibe.
Und mein kleines Herz überschlägt sich.

Doch manchmal, da bekommt mein Kopf einen sanften Stoß,
dann schaue ich hinaus und erblicke düstere Wolken am Horizont.
Was ist denn mit mir heute nur los?
Ich überspiele mein Glück gekonnt.

Die Musik im Ohr singt von einem gestohlenen Leben.
Auch der Regen weint die verdreckte Scheibe entlang,
wo viele kleine und große Fliegen kleben.
So fahre ich noch ein kleines Stück, bis der letzte Song verklang.

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Sound of waiting (27.07.07)

Your voice with million and one color
right here flying to my ear.
Makes me happy like a little child with just one dollar
and his tears when it disappears.

The whisper of your deepest thoughts
sounds like an abuzzing bee .
I’m just like thousands of confined swords
which want to be free.

Remembering a very special out of so many songs.
Its phrases and its importance for you.
Then you’ll understand where my heart belongs.
I’m just sitting here with nothing to do.

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Flügel (05.06.07)

Wenn mir nur Flügel wachsen würden,
dann wär‘ ich auf dem Weg zu dir.
Dann gebe es für mich keine zu großen Hürden.
Dann wärst du nicht nur in meinem Herzen neben mir.

Wenn mir nur Flügel wachsen würden,
dann könnten auch stürmische Zeiten kommen.
Dann füllen sich meine Lungen auch auf Erden.
Dann wärmen mich noch besser meines Lebens Sonnen.

Wenn mir nur Flügel wachsen würden,
dann wären meine Sorgen alle verflogen.
Dann würde ich dich im größten Getümmel finden.
Dann käme ich zu dir, ohne großen Bogen.

Wenn mir nur Flügel wachsen würden,
ich glaub‘ es kommen schon die ersten Stummel.
Ich beginne mit ihnen eins zu werden.
Ich bin auf dem Weg – unbeholfen, wie eine Hummel.

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Labyrinth (27.05.07)

Eine neue Wand baut sich vor dir auf
Der Blick wandert zur obersten Kante – weit hinauf.
Und eine hölzerne Falltür zu deinen Füßen,
du winkst und magst den Abgrund grüßen.

Du irrst umher – zu oft ohne Plan.
Lässt dich nicht ruhig, steuerst darauf zu – in den Wahn.
In den Händen nur die Fetzen einer Karte.
Kein kompletter Weg zu einem der versteckten Orte.

In der Mitte eines Abzweigs bleibst du stehen, möchtest verweilen.
Nimmst ein Blatt Papier und schreibst diese Zeilen.
Lässt dich nieder auf deine müden Knie
und ein erneuter Blick fällt auf ein scheiterndes Genie.

Die letzte Hoffnung nur das Objekt mit magnetischer Nadel,
Nur dieses Prinzip arbeitet ohne Fehl und Tadel.
Hin und Hergerissen zwischen anziehenden Welten
Ein eisig kalter Wind – du wirst dich erkälten.

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Just my cup (20.03.07)

When I take my head up from my pillow.
And open my eyes right for a big show.
Hope you’re lying here right next to me.
Waving in your arms like in an old mans tree.

Remembering your „one-man“-show,
it let me smile and let me grow.
Wondering how sweet you are
you are so near and are so far.

Lying here and think about
what sound is in my head so loud.
What makes me strong for waking up
is just you – filling my tea cup.

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Erschossen (12.03.07)

Aus Schatten einer Wand tratest du hervor.
Zogst eine Waffe und zieltest auf meine Brust.
Getroffen durch das Projektil ich das Gleichgewicht verlor
und erblickte dein Gesicht, mich verließ die Lebenlust.

So lag ich da – unter mir mein warmes Blut.
Aus meinem Augenwinkel es noch ein letztes Mal tränte,
in meinem Inneren kochte ein letztes Mal die brodelnde Wut.
War es das, wonach sich mein Herz die ganze Zeit sehnte?

Ein letzter Hauch entweicht nun meiner Kehle.
Dein Name ist es, der als letztes meine Lippen verlässt.
Der letzte Gedanke verabschiedet sich von meiner Seele
und nur ein lebloser Körper den er hinterlässt.

So liegt er da – ein Mann noch in jungen Jahren.
Vertraut hatte er der Versuchung und seinem Gefühl.
Schlimmes ist ihm in dieser Nacht widerfahren.
Nun liegt er hier und sein Körper wird ganz kühl.

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Damals (07.02.07)

Charmant, elegant und doch ein alter Mann,
ein Whiskey durch meine Kehle rann.
Gedankenverloren blicke ich zurück.
Zeit fliegt schnell vorbei, wenn auch Stück für Stück.

Anders war sie, denn ein Stück für sich
behielt sie immer und dennoch für mich
so einzigartig und so wunderschön,
Konnte jeden Moment in ihren Augen verloren gehn.

Rot, wie das Feuer glühte ihr Haar im Licht
und selbst der allerstärkste Wind vermochte nicht
die Wärme, die es ausstrahlte hinfort zu tragen.
Komplimente vermocht ich nicht in ihr Gesicht zu sagen.

Ohne schöne Worte verfolgte mich Nacht um Nacht im Traum
das Bild – ich allein in einem dunklen Raum.
Denn dank ihrem süßen Lächeln verließ mich jedes Mal der Mut,
ihr Alles zu sagen – nichtmal jetzt erlischt in mir die Glut.

Lustig war die Zeit – ich und sie an einem Tisch.
schob ihr rüber mein allerbestes Keksgemisch.
Dazu tranken wir einen aromatischen Kaffee
und träumten uns hinfort an einen weit entfernten See

Immer wieder entbrennt in mir die Frage,
wenn ich damals an diesem stark verschneite Tage
die richtigen Worte gefunden hätte in ihr Herz.
Wäre er vorbei – dieser immer noch stechende Schmerz.

Noch immer fliegen lebendige Bilder an mir vorbei
und immer wieder bricht in mir ein Teil entzwei,
wenn ich denke zurück an die glückliche Zeit.
Und ich frage mich, ob es vor ihren Augen schneit?

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Kummer und Glück (25.12.06)

Ich sah dich links am Bordstein stehen.
Deine letzte Bahn fuhr soeben. Es ist kurz nach zehn.
Ich lud dich ein auf einen Tee.
Dich so zu sehen tat mir weh.

Deine Haare dunkel und schwer vom Regen
seh‘, wie sie sich um deine Schulter legen.
Sehe ganz tief in deine dunkelblauen Augen
und weiß nicht mehr, was soll ich glauben.

Du sprichst nur von einem weit entfernten Freund
und du schaust aus, als hättest du geweint.
Meine Finger leg ich helfend in deine verzweifelten Hände
Fast als ob ich meine Seele in deiner wiederfände.

Aus einem Tee werden plötzlich sehr schnell mehr.
und unsere Herzen fühlen nun nicht ganz so schwer.
Der Abend schleicht vorran – du sitzt mir gegenüber.
Und draußen wird der Himmel immer trüber.

Im schlimmsten aller Regengüsse läufst du dennoch trocken,
denn mit einem wundervollen Lächeln kannst du mich verlocken,
dich zu bringen bis vor deine Schlafzimmertür.
Und nun stehen wir beide gemeinsam hier.

Hinter der Tür läge für mich ganz einfach ein Paradies
deine Gefühle so auszunutzen, erachte ich hier als fies
Mit einem Kuss auf die Stirn erwidere ich deinen traurigen Blick,
du gibst mir einen Zettel und lässt mich hier im Flur allein zurück.

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Elemente der Macht (12.12.06)

Am Himmelsgestirn schieben die Wolken sich nur träge dahin.
Es stellt sich die Frage nach des Wetters Sinn.

Aus grauem Asphalt wird schnell das Bett eines Stroms.
Die Tränen des Himmels fließen nun auch zu Füßen eines Doms.

Der Zorn der Lichtes – Nun wird der Horizont erhellt,
von grellen Blitzen wird ein prächtiger Baum gefällt.

Ein lauten Grollen – Die Kraft der Geräusche schlägt zurück.
In meinen Augen verweilt bloß ein angstvoller Blick.

Mit einer starken Brise bläst der Wind die Wolken fort.
Und nur die schimmernden Sterne pranken jetzt an diesem Ort.

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Geschichtenerzähler (16.11.06)

Einst suchte er auf ganzer Welt,
denn überall wurden sie ihm erzählt.
Große und auch kleine Ideen
ließ er später auf seinem Papier entstehen.

Von Drachen, Feen und Zauberern
erzählte er besonders gern.
Doch von Gnomen oder Fabelwesen
man hörte ihn nur selten lesen.

Sprach von Weisen, die das Leben schreibt
auf eine Weise, die einem Jedem im Gedächtnis bleibt.
Traurig lustig, schummrig und schön,
nur selten ward hier solch ein Mensch gesehn.

Sie kamen zahlreich – Jung und Alt.
Nicht vor der kleinsten Geschichte machten sie halt.
Mit Emotion und Worten hielt er sie in zauberhaftem Bann.
Sie saugten auf ein jedes Wort, das seinen Lippen entrann.

So philosophierte er oft bis tief in die Nacht.
Nicht auf Gewinn oder Geld war er bedacht,
denn ihm genügten das Schmunzeln und das Glücklichsein
der jungen und der etwas älteren Kinderlein.

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